Systemische Pädagogik
Die systemische Pädagogik betrachtet das Lernen und Verhalten von Menschen nicht isoliert, als Ausdruck persönlicher Eigenschaften, sondern berücksichtigt, dass jede Person auch Teil eines Systems ist, welches sie beeinflusst und umgekehrt. Systempädagogische Grundsätze haben also die Interaktionen der einzelnen Schüler*innen mit der Gruppe, der Umgebung, den Lehrkräften und möglichst den familiären und sozialen Kontext mit im Blick.
Ressourcen- und lösungsorientierte Beratung
geht davon aus, dass alle Menschen Ressourcen und Kompetenzen zur Veränderung und zur Lösung ihrer Probleme in sich tragen oder in ihrem Umfeld zur Verfügung haben. Die Bildungsbegleitung setzt den Fokus auf diese Ressourcen und bestärkt Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern dadurch in ihrem Selbstvertrauen. So wird es möglich, sich auf Veränderung einzulassen.
Neue Autorität nach H. Omer
Das Konzept der Neuen Autorität stärkt Lehrkräfte und Eltern in ihrer Präsenz und Erziehungskompetenz. Es eröffnet ihnen wertvolle Möglichkeiten, für eine Kultur respektvollen Umgangs zu sorgen und Entwicklungsprozesse anzustoßen.
Woww – Klassencoaching (work on what works)
beantwortet das Bedürfnis von Lehrkräften, praktische Handlungsstrategien zu finden, die auf Respekt und Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Lernenden aufbauen. Der zentrale lösungsorientierte Leitsatz von woww ist: „Macht mehr von dem, was funktioniert!“
Unterstützt vom externen Blick der Bildungsbegleitung finden Lehrkräfte und Lernende gemeinsam Wege, um ein angenehmes und lernförderliches Klassenklima zu entwickeln. Der Ansatz hat sowohl eine präventive Komponente, als auch klärenden Einfluss auf Konfliktsituationen.
Konzentrationstraining
Unterschiedliche Übungen (u.a. aus dem Marburger Konzentrationstraining) können Kindern und Jugendlichen helfen, sich besser zu strukturieren und zu kontrollieren. Dies fördert auch das Bewusstsein für die eigene Leistung und die Motivation.
Bewegungs- und Entspannungstechniken
Autogenes Training, Kinder-Yoga, Phantasiereisen u.a. helfen Kindern und Jugendlichen, Spannungen abzubauen und sich selbst besser wahrzunehmen. Auf diese Weise werden Selbstregulation und der angemessene Umgang mit Gefühlen gefördert.
Interaktionsspiele
In einem angeleiteten, geschützten Rahmen nehmen die Kinder sich innerhalb der Gruppe wahr und probieren sich aus. Es können Reflexions-, Anpassungs- und Selbsterkenntnisprozesse angestoßen werden, die soziales Lernen ermöglichen.
Durch Wiederholung dieser Gruppenerfahrung verfestigt sich das im Spiel erlernte Verhalten und kann auch in realen Situationen abgerufen werden.
Erziehungs- und Entwicklungsberatung (u.a. nach Marte Meo)
Ziel der Beratung ist es, Menschen darin zu bestärken, ihre eigenen Möglichkeiten für gelingende Kommunikation zu nutzen - vorhandene Fähigkeiten wahrzunehmen, diese zu aktivieren und weiter zu entwickeln.
Durch die Verwendung kurzer Videosequenzen können Lehrkräfte und Eltern „Ein-Sicht” in eigene Interaktionsweisen und ihre vorhandenen Ressourcen erhalten und entdecken, wie sie Entwicklungsräume für „ihre“ Kinder öffnen.
Marte Meo als geschütztes Konzept videogestützter Entwicklungsberatung wird in über 30 Ländern erfolgreich angewendet.
Expertise Kinderschutz
Bildungsbegleitung bietet für das schulische Personal bei Bedarf Beratung einer „insoweit erfahrenen Fachkraft“ in Kinderschutzfragen (§ 8b Abs. 1 SGB VIII), z.B. bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung.
Mediation
In Konfliktsituationen zwischen Kindern/Jugendlichen, Lehrkräften und Lernenden oder Eltern sowie innerhalb des Kollegiums bietet Bildungsbegleitung Lösungsgespräche an.
Beratung zum Umgang mit Diversität
Der Umgang aller an Schule Beteiligten mit den Themen Verschieden-Sein, sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität etc. ist für den schulischen und später beruflichen Werdegang von Kindern und Jugendlichen maßgeblich.
Bildungsbegleitung bietet in diesem Kontext Information, Beratung und Schulung zum Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im schulischen Alltag.